Urlaub im Melkstand

Bergpanorama Allgäu2 in 1. Von weiß bis heiß – in diesem Urlaub haben wir alle Extreme in einem erlebt. Es sollte ein sommerlicher Urlaub im Mai werden – und steuerten unser auserkorenes Reiseziel Nesselwang im Allgäu an. Wir fuhren bei Sonnenschein los und kamen im Schnee an! Für unsere Kinder Anna (2 Jahre) und Maria (4 Jahre) war das ziemlich aufregend! Außerdem gab es in unseren Feriendomizil viel zu bestaunen und zu streicheln:IMG_2098_1

Kleine Babyhäschen, Babykätzchen, Kälbchen, Ziegenbock Fritz und Schaf Penelope – da konnte es erstmal hageln und schneien wie es wollte.Ziegenbock Fritz

Als Mama konnte ich die erste Nacht trotz ländlicher Ruhe nicht einschlafen, weil ich die Winterstiefel für uns nicht eingepackt hatte. Nur Halbschuhe, Sandalen und Gummistiefel!

Ferienhof Martin Nesselwang

Letztere waren aber definitiv Gold wert, denn unsere kleine Anna war, wenn möglich, immer abends beim Melken der Kühe dabei und schwärmt immer noch von “ihrer” Frau Martin vom gleichnamigen Ferienbauernhof. Sie wollte beim Melken auf den Arm, untersuchte alle Schläuche und Rohre und rutschte natürlich in der Pieselbrühe aus – ohne Tränen. Der Höhepunkt war natürlich, wenn sie helfen durfte, die kleinen Kälbchen zu füttern.Allgäuer Kälble

Ich glaube, etwas anderes hätte Anna nicht gebraucht, um glücklich zu sein. Aber es gab natürlich noch viel mehr zu erleben. Denn: Nach der ersten Hälfte des Urlaubs kamen dann die Sandalen doch zum Einsatz. Es wurde schlagartig sommerlich heiß und ich hatte wieder Einschlafprobleme wegen der vergessenen Sonnencreme.Brotzeit am Attlesee

Maria lernte im Urlaub Luca, einen kleinen Allgäuer von gegenüber, kennen. Auch das macht doch Ferien besonders: neue Freunde finden! Die zwei verstanden sich auf Anhieb super! Mit ihm und seiner Mama zogen wir an unserem letzten Urlaubssonntag mit Picknick im Gepäck los Richtung Attlesee und Kögelweiher, zwei wunderbar gelegene Seen mit herrlichem Bergblick.

Alpspitze NesselwangIMG_1951_1

Schäfen- oder besser gesagt: Weiße Schweinchenwolken am strahlend blauen Himmel. Bayerisch eben. Obwohl der erste See gleich um die Ecke von Ferienhof Martin liegt, gab’s hier schon die erste Brotzeit-Pause. Diese Ruhe ist magisch. Zeit zum Zehen in das kühle Nass zu tunken.IMG_1900_1

Für Kinder wie gemacht: Urlaub im Allgäu

Frisch gestärkt steuerten wir den nächsten See an. Unterwegs entdeckten wir die einzigartige Flora dieser Landschaft: Königsblaue Enziane, Mehlprimeln und eine Allgäuer Orchideenart, das Knabenkraut. Was für Schätze hier auf dem Weg liegen!Enzian

Da schon das nächste Wasser, das muss im Sommer ja auch herrlich sein!

Kögelweiher Nesselwang

Luca zeige Maria die Kaulquappen am Kögelweiher  – hunderte schwammen hier herum. Wenn die alle zu Fröschen werden, gibt’s aber ein großes Konzert!

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Und die Sonne brannte an diesem Tag und wir hatten danach sommerliche Röte auf der Nasenspitze. Wer hätte das bei unserer Ankunft gedacht.

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Jetzt wollen wir das Allgäu auch mal zur “echten” Winterzeit kennenlernen! Da soll es nämlich auch traumhaft sein: Schlittenfahren, Schneeballschlacht machen, Schneemänner bauen, Eislichter gucken…wir freuen uns schon riesig auf ein Wiedersehen mit Familie Martin, Ingrid und Luca!

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Bildnachweis:

1. Bergpanorama, 2. Katzen: Ingrid Rösner, 3. Ziegenbock Fritz: Sabrina Schindzielorz, 4. Melkstand: Daniela Walther, 5. Kälbchen: Sabrina Schindzielorz, 6. Kinder am Attlesee: Daniela Walther, 7. Alpspitze, 8. Schäfchenwolken, 9. Ausruhen am Attlesee, 10. Enzianwiese, 11. Kögelweiher: Ingrid Rösner, 12. Kaulquappen: Daniela Walther, 13. Kinder im Wagen, 12. Familie: Ingrid Rösner. Alle Rechte der Bilder liegen bei den Urhebern. Verwendung nur mit Genehmigung der Urheber!

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Daniela Walther

Daniela Walther

Ich liebe meine zwei Kinder über alles und gönne mir und meiner Familie gerne eine Auszeit in den Bergen. Meine Devise: Zum Glück braucht es nicht viel! Auch im Alltag bin ich hauptsächlich für meine Famiilie da und am Wochenende im eigenen Weinrestaurant voll im Einsatz.

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Flori bloggt – Kapitel 9: Der liebe Gott und der Sechs-Seen-Summit

Florian Herb im RegenIch muss mich für meine Juni-Blog-Verspätung entschuldigen, aber das Wetter war daran schuld – und später dann auch die Fußball-WM. Ehrlich! Kurz vor den Pfingstferien kam ich mir vor wie ein Kaltblüter, der aufgrund der vorherrschenden Außentemperaturen knapp davor war wieder in seine Winterstarre zu verfallen. Ich habe mich sogar dazu hinreißen lassen, mich telefonisch bei meinem Vater über diesen Umstand zu beschweren. Teils in der Hoffnung, dass er dies vielleicht für seinen Sohn regeln kann, wie er bereits schon andere Dinge für mich geregelt hatte.
„So ist es bei uns im Bayerischen Wald, ein dreiviertel Jahr Winter, ein viertel Jahr kalt.“, flötete er in die Muschel. Ich konnte mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal meinen Vater hab singen hören. So wie man sich die Augen reiben muss, wenn man ungläubig eine Szene betrachtet, versuche ich mit dem kleinen Finger mein Ohr zu überprüfen. Ich setzte zu einem halbherzigen `Aber´ an und wurde unterbrochen. „Ihr werbt doch im Allgäu immer mit euren satten grünen Wiesen, da braucht es schon hie und da ein wenig Regen.“ Dann legte er auf. Wo er Recht hatte, hatte er Recht.
Ich schlüpfte deprimiert unter die Bettdecke und kuschelte mich an meine warme Frau. „Mensch, und morgen fangen die Pfingstferien an! Was mache ich nur mit den Kindern. Eine ganze Woche basteln und heimischer Indoorspielplatz halte ich nicht aus!“
„Mucki, das wird schon! Hör mal, wie friedlich der Regen klingt. Als ob der liebe Gott mit einer Gießkanne über uns stünde!“ Sie gab mir einen Kuss. Vielen Dank für die warmen Worte.
Es muss das Wort `Gott´ gewesen sein, dass mich zu meinem Traum führte. Plötzlich befand mich inmitten von Helge Schneiders Western `Texas – Doc Snyder hält die Welt im Atem´. Ausufernde Free Jazz Musik umgab mich inmitten eines Schrottplatzes, an dessen Ende ich durch den Regenschleier einen verwahrlosten Wohnwagen ausmachte. Vorsichtig schob ich mich frierend vor, lief barfuß durch Pfützen und näherte mich der vergilbten Wohnstätte. Schwerer Rauch stieg aus dem Schornstein heraus. Als ich dort anlangte, stand in großen schwarzen Lettern an die Tür geschrieben: Hier wohnt der liebe Gott! Hausieren und betteln verboten! Ich traute mich nicht anzuklopfen. Obwohl, dachte ich, von Bitten steht dort nichts. Unverhofft ging die Tür auf und ein bärtiger Mann, in Unterhemd, Trainingshose und mit einer offenen Raviolidose in der einen und einer Gabel in der anderen Hand, stand vor mir. „Was gibt´s?“ nuschelte er mit vollem Mund. Ich schaute nach oben, er folgte meinen Blick. „Das wird schon noch, mein Sohn. Aber jetzt gute Nacht!“ Er betätigte einen Kippschalter im Inneren seines Wagens und ich öffnete meine Augen. Wärmende Sonnenstrahlen blendeten mich, Adrian stand in einer Art Negativ am Bettende und fuchtelte wild mit seinen Schwimmflügeln herum, während Tim bereits in der Badehose steckte. Fehlte nur noch die einsetzende Free Jazz Musik. In der Gewissheit, nach wie vor zu träumen, zog ich die Decke über den Kopf. Eines der beiden Kinder landete mit Schwung auf meinem Rücken.IMG_1906_1Wetterfühlige Naturen gingen an diesem Tag in die Knie. Aber wir nicht! Aus der diffusen Angst zu spät zu kommen, als ob das Wetter einfach so ohne uns weiter ziehen würde, packte ich in Rekordzeit die Badesachen, verfrachte meine Kinder ins Auto und raste zum Bäcker in Nesselwang unten, um Brotzeit für uns einzukaufen. Selber machen, hätte zu lange gedauert. Das Radio informierte mich, dass es keinen Grund zur Eile gab, da in der kommenden Woche ein Tag dem anderen gleichen würde. Ich nahm den Fuß vom Gas. An der Eingangstür der Bäckerei fiel mir ein Plakat auf. Es war die Ankündigung eines Dia-Vortrages eines Herren, der in sechsundzwanzig Tagen die `Seven Summits der Alpen´ in Rekordzeit bestiegen hatte. Anscheinend eine außerordentliche Leistung. Aber hier im Allgäu sind sie ja alle sportbegeistert. Sie radeln vierundzwanzig Stunden am Stück den Berg rauf und runter, hetzen joggend in knapp zwei Stunden (!!!) auf die Zugspitze, planen während der Bergtour bereits die nächste und sind im Herzen Triathleten. Das ist ja besorgniserregend, murmelte ich vor mich hin und betrat gedankenversunken den Verkaufsraum. In mir gärte etwas, das nach Widerstand roch! Eine Antipode machte sich gedanklich breit. „Genau, das ist es!“, strahlte ich die Bäckereifachverkäuferin an. „Was ist was?!“
„Ich werde mit meinen Kindern von früh bis spät in aller Muße und gegebener Ruhe in den kommenden fünf Tagen ausgiebig in sechs Seen baden gehen. Bis zum Sonnenuntergang!“ Mein Vater wäre stolz auf mich gewesen, da er einer der ersten Verfechter der deutschen `Slowfood-Bewegung´ war. Mir wurde verständnislos die Tüte überreicht.

Sechs Seen in fünf Tagen

OberseeVon Nesselwang aus ist es ein Katzensprung zu den herrlichsten Badeseen in der Umgebung.Den Anfang machte der Obersee in Bad Faulenbach. Denn die Zeiten, in denen ich meinen Kindern eine Freude damit machen konnte, an einen See zu fahren, der zum zusätzlichen Zeitvertreib höchstens ein Lehmloch zu bieten hatte, waren vorbei! Dort befand sich alles was einen Badetag perfekt machte. Ein Kiosk mit Fritteuse, ausleibare Surfbretter, eine Sprungturmkaskade, aufgedrehte Jugendliche und ein Beachvolleyballfeld. Was braucht man mehr! Um neun Uhr am Abend wurden wir von meiner besorgten Frau in Empfang genommen, die kurz davor war, eine Vermisstenanzeige aufzugeben. Meine Kinder wollten berechtigter Weise nicht ins Bad, da sie sich doch eh den ganzen Tag im Wasser befunden hatten. Die Wärme der Nacht reichte gerade dazu aus, unsere Handtücher und Badehosen zu trocknen.Das Foto darf ausschließlich für Marketingmaßnahmen der Füssen Tourismus und Marketing - Kaiser-Maximilian-Platz 1 - D - 87629 Füssen verwendet werden. Jegliche Nutzung Dritter ist mit dem Bildautor www.guenterstandl.de gesondert zu vereinbaren.

Zum Auftakt des neuen Tages fuhren wir zum Drive-In Schalter eines Schnellrestaurants und frühstückten Softeis mit Karamellsoße. Dann ging es weiter zum sagenumwobenen Alatsee, dessen Lage in einer schluchtartigen Senke nicht nur Ludwig II zu so Einigem inspiriert hatte. Anstatt einer perfekten Badeinfrastruktur, fand man hier neben dem glasklaren Wasser von Heranwachsenden an Baumkronen befestigte Seile, an denen man sich wie Dschungelkönige in das kühle Nass schwingen konnte. In unserer Aktivität wurden wir von sportlich gekleideten Touristen abgelichtet. Nicht nur die Jugend spornte dieses Verhalten verständlicher Weise zu immer waghalsigeren Aktionen an. Am Abend schmerzten unsere Muskeln und wir hatten das Gefühl Affenarme zu besitzen. Als wir losfuhren, herrschte eine stille Übereinstimmung darüber, dass wir auf jeden Fall nochmals an diesem Schnellrestaurant vorbeifahren mussten. Mit verklebten Mündern trug ich meine Kinder ins Bett.
„Mucki, schau Mal. Da gibt es einen Geheimtipp!“ Ich war schon beinahe im wohligen Gefühl, immer noch die Sonne auf meinem Gesicht zu spüren, eingeschlafen, als meine Frau mich an stupfte und mir ihr Frauenmagazin zuschob.„Mhh?“Buchenegger Wasserfall-25_klein_1 - Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH - Kopie - Kopie
„Schau, da steht´s. Bei Oberstaufen gibt es einen Gumpen, in den man von dreißig Meter hohen Klippen hineinhüpfen kann!“ „Zeig mal her. Irre!!“
Ich wartete ungeduldig mit dem Vorschlag, bis die Kinder mit dem Frühstück fertig waren und ließ dann, wie der Weihnachtsmann, die Sensation aus dem Sack. Glänzende Kinderaugen fragten zigmal nach, ob das auch wirklich stimmen würde, dreißig Meter!
„Ja!“, bekräftigte ich das Gelesene „und dazu noch ein Geheimtipp! Aber Vorsicht! Das Magazin sagt, dass allein der Weg zu den Buchenegger Wasserfällen bereits ein Wagnis für sich und definitiv nichts für schwindelanfällige Menschen sei.“ Die Augen wurden immer größer. Es roch förmlich nach Abenteuer.

Das mit Geheimtipp hatte sich bereits auf dem Parkplatz erledigt gehabt. Eine fünfzig Personen zählende Wanderrentnergruppe, gekleidet in sämtlichen Beigetönen, die die Bekleidungsindustrie zu bieten hatte, versperrte uns den schmalen Pfad. Kurze Zeit später war ich erleichtert darüber. Der Weg wurde so steil, dass wenn eines der Kinder abrutschen würde, es spätestens in einem Meter von einem voluminösen Hinterteil abgefangen würde. Unten sicher angelangt, bevölkerte zusätzlich eine Ministrantenreisegruppe aus Schongau das kühle Nass. Gut besucht hin oder her, wir konnten auf schmalen Pfaden den Flusslauf erforschen, Steinpyramiden aufstapeln, uns im kühlen Nass des Gumpens erfrischen sowie Boote aus Rinden und Staudämme bauen. Nur den Dreißig-Meter-Sprung ließen wir sicherheitshalber aus.

AGT_Abendstimmung_Alpsee_1Auf dem Heimweg fuhren wir am Alpsee bei Immenstadt vorbei. Wir sangen gerade `Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad´, als uns ein kleines Schild auf der Bundesstraße auf die Seegastronomie aufmerksam machte. „Das hatten wir noch nicht. Abendessen am See!“, rief Tim aus dem Fond vor. Wo er Recht hatte, hatte er Recht. Ich setzte den Blinker, parkte und wir schlenderten im goldenen Abendlicht an der Seepromenade zum Restaurant entlang. Ich hatte eher eine rustikale Wirtschaft mit Terrasse erwartet anstatt eines Strandrestaurants, dass ich bis dato nur von Mittelmeerinseln her kannte. Ich setzte mich an einen See nahen Tisch, steckte meine Füße in den aufgeschütteten warmen Sand, bestellte Burger und Pizza und schaute gelassen, bis das Essen serviert wurde, den Kindern beim Planschen zu. Als ich am Abend die schlafenden Kinder aus dem Wagen heraustrug und sie in ihre Betten legte, war ich meiner Frau unendlich dankbar dafür, dass ich Hausmann sein durfte.schloss_hohenschwangau_alpsee_foto_tanner_nesselwang_087e110866_1- Kopie
Für den Folgetag hatten wir uns für den Alpsee in Hohenschwangau entschieden. Zum einem, da es dort eine alte versteckte, aus duftendem Holz konstruierte Badeanstalt mit Steg in den See gab, die mich bei jedem Besuch in eine vorangegangene Zeit entführte. Zum anderen gab es nichts Besseres, als sich mit der Luftmatratze paddelnd zu dem Punkt zu begeben, an dem man vom See aus einen atemberaubenden Blick auf beide Königsschlösser, Neuschwanstein und Hohenschwangau, hatte. Dort schaukelnd, im kristallklaren Wasser zu verweilen und den eigenen Kindern den Zauber dieser Stelle zu zeigen, fühlte sich königlich an. Da hatte es auch nichts ausgemacht, dass sich die bedrohlich wirkenden Regenwolken, die sich aus dem Lechtal heranschoben, über uns sammelten. Wir entschieden uns dazu sie einfach wegzupusten, was auch tatsächlich funktioniert hatte. Den Rest des Tages verbrachten wir mit dem Fangen von Babyfischen und Kaulquappen, stilistisch einwandfreien Arschbomben vom Steg, Fußball auf der Wiese und Eis in der Waffel. Es zog niemanden Heim. Als es dann doch soweit war, traten wir unsere Heimreise mit Wehmut an. Auch irgendwie ein königliches Gefühl.
Kaum zu Hause angelangt, tauchte zumindest ich wieder in die Realität des Alltags ein.
„Mucki, es ist ja überhaupt nichts gepackt!“, begrüßte mich meine Frau fassungslos. Ich sah sie verständnislos an.
„Hast du das etwa vergessen?! Wir wollen doch morgen früh an die Ostsee fahren!!!“
„Aber Mama, das geht nicht. Es fehlt uns doch noch ein See!“ Ein berechtigter Einwand von Tim. Nun war es meine Frau die verständnislos dreinblickte.
„Unser Sechs-Seen-Summit in fünf Tagen Mama! Das habe ich dir doch schon mal erklärt“
„Und da fehlt noch einer?“
„Ja!“
„Dann mache ich den Letzten jetzt mit euch, während eurer Vater packt! Was haltet ihr vom Abendrotbaden im Attlesee?!“ Unser Nesselwanger Haussee!Attlesee„Hurra!“, schrie es aus zwei Kindermündern heraus und fort waren sie.
Ich wusste, dass der Gedanke egoistisch war, aber irgendwie kam ich mir, kurz vor der Ziellinie stehend, um meinen Sieg betrogen worden zu sein.

Bildnachweis:

1. Porträt: Florian Herb, 2. Bollerwagen: Ingrid Rösner, 3. Obersee Bad Faulenbach: Füssen Tourismus und Marketing, Rainer Paulick, 4.. Alatsee/Füssen: Füssen Tourismus und Marketing, www.guenterstandl.de, 5. Buchenegger Wasserfälle: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH, 6. Alpsee/Immenstadt: Alpsee-Grünten Tourismus GmbH, 7. Alpsee/Hohenschwangau: Touristinformation Schwangau, 8. Attlesee/Nesselwang: Nesselwang Marketing GmbH, Sabrina Schindzielorz. Alle Rechte der Bilder liegen bei den Urhebern. Verwendung nur mit Genehmigung der Urheber!

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Florian Herb

Florian Herb

Florian Herb. Jahrgang 1971. Verheiratet. Zwei Söhne. Eigentlich Berliner. Hat jedoch am 07. September 2013 um 06:47 auf der Alpspitze nach zweijähriger Akklimatisierungphase beschlossen, dass er nun auch Nesselwanger ist. Was soll er auch woanders? Im Hauptberuf Hausmann. Im Nebenberuf Autor. „Männerwirtschaft“ Ullstein Verlag 2013 ist sein Debüt und ein teilautobiographischer Frontbericht über den Ausnahmezustand Elternzeit. Sein neuer Roman "Liselotte, Frau Nowak und der Grieche" ist im März erschienen. www.facebook.com/herbflorian www.ullsteinbuchverlage.de

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Tanz mit dem Feuer

IMG_3324(2)Nirgendwo anders, meine ich, ist man in Deutschland noch so nah dran an alten Bräuchen wie im Allgäu. Dazu gehört auch das Johannisfeuer zur Sommersonnwend und es ist deshalb auch fest im Terminkalender des Trachtenvereins. Es ist die erste Veranstaltung auf dem Waldfestplatz in Nesselwang, an dem wir im Sommer auch unsere Heimatabende gemeinsam mit Einheimischen und Touristen feiern. Am Freitag vorher waren wir deshalb alle oben und haben den Platz herausgeputzt. Wer weiß, was da über den Winter alles rumgelaufen ist…Auch die Bühne musste noch aufgebaut werden, was die Männer übernommen haben. Weiterlesen

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Lisa & Lea

Lisa & Lea

Hey ho Ihr Erdbewohner! Wir sind Lisa (re.) und Lea (li.) und wir kommen vom Mars – oder vielleicht auch doch nur aus Nesselwang. In diesem schönen Örtchen gibt es auch einen Trachtenverein, mit dem wir oft unterwegs sind und dabei auch immer viel Spaß haben. Wir beiden platteln seit zwei Jahren leidenschaftlich. Damit verbunden sind natürlich viele Brauchtümer und Traditionen, die wir Euch gerne näher bringen wollen. Also viel Spaß beim Lesen unserer Blogs!

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Flori bloggt – Kapitel 8: Wer heilt, hat Recht!

 

ABC_07_158_1Eigentlich meide ich öffentliche Badeanstalten, ich ekle mich geradezu davor. Aber wenn man Kinder hat, kommt man um sie nicht herum.
„Da gibt es das schwarze Loch!“ Adrian schaut mich an, als ob er mich hypnotisieren will.
„Und die Kamikaze! Die ist aber erst ab 18!!“, schiebt Tim entschlossen nach, als ob er ein japanischer Kampffliegerpilot wäre. Ich stelle mich doof.
„Ich dachte, ihr wolltet schwimmen gehen?“, frage ich scheinheilig nach.
„Oh Papa, das sind Wasserrutschen!“, werde ich aus zwei Kindermündern belehrt. Ich befreie mich aus Adrians Blick, schaue aus dem Fenster und suche den grau verhangenen Himmel vergeblich nach einem blauen Fleckchen ab. Seit drei Tagen herrscht hier Dauerregen – Sintflut. Weiterlesen

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Florian Herb

Florian Herb

Florian Herb. Jahrgang 1971. Verheiratet. Zwei Söhne. Eigentlich Berliner. Hat jedoch am 07. September 2013 um 06:47 auf der Alpspitze nach zweijähriger Akklimatisierungphase beschlossen, dass er nun auch Nesselwanger ist. Was soll er auch woanders? Im Hauptberuf Hausmann. Im Nebenberuf Autor. „Männerwirtschaft“ Ullstein Verlag 2013 ist sein Debüt und ein teilautobiographischer Frontbericht über den Ausnahmezustand Elternzeit. Sein neuer Roman "Liselotte, Frau Nowak und der Grieche" ist im März erschienen. www.facebook.com/herbflorian www.ullsteinbuchverlage.de

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Jon’s adventures: Mit dem Mountainbike durch’s Allgäu

Dreamscape: Radeln rund um Nesselwang

Well a mild winter this year in Nesselwang, Allgäu, and the snow has retreated to the mountain tops, so it’s time to get the bikes out both road and cross Country for really great tours.

I’ve been out on the road bike a few times this year already.  Weiterlesen

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Jon French

Jon French

Hey, ich heiße Jon, bin ein Wahl-Nesselwanger und Radspezl mit eigenem Laden. Sport ist mein persönlicher Ausdruck, nicht nur Bewegung, um mich fit zu halten. Ich mag es, meine Erfahrung mit Leuten zu teilen. Ich hab zahlreiche GPS-Touren für Euch ausgearbeitet, so könnt Ihr Euch auf's Radel setzen und einfach losdüsen - ohne kompliziert Karten lesen zu müssen. Ich möchte mit Euch meine Begeisterung für meine Wahlheimat teilen und wünsche Euch viel Spaß dabei!

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Aus dem Imkerleben

 

Krokusblüte Allgäu

Seit Maria Lichtmess werden die Tage wieder spürbar länger und die Allgäuer Natur erwacht langsam aus der Winterruhe. Das Erwachen der Bienenvölker ist jedes Jahr wieder ein Zeichen für die alljährliche Wiedergeburt der Natur. Die Bienen nutzen die ersten warmen Tage um ihre Kotblase draußen im Flug zu entleeren (zum Leid derer, die ihre Wäsche draußen aufgehängt hatten) und um tote Bienen und Wintergemüll aus ihrer Behausung zu schaffen. Weiterlesen

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Toni Hatt

Toni Hatt

Mein Name ist Hans-Toni, ich bin Marktleiter in einem Lebensmittelunternehmen und Jahrgang 57. Meine Freizeit verbringe ich in der Natur, bei meinen Bienen im Garten und im Männerchor. Seit einigen Jahren bin ich auch Vorstand im Nesselwanger Imkerverein und versuche dort meine Begeisterung für die Bienenhaltung weiterzugeben. Die Bienen helfen mir, mich nach stressiger Arbeit zu entspannen und zeigen mir sofort, wenn mir dies nicht gelingt. Dann werden sie nämlich auch unruhig…

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Flori bloggt – Kapitel 7: Entsteht Kreativität aus Mangel?

Wahre Kreativität entsteht aus Mangel! Das habe nicht ich gesagt, sondern der Modedesigner Wolfgang Joop. Und da der Herr bereits seit einigen Jahrzehnten erfolgreich im Geschäft ist, muss er es ja schließlich wissen. Obwohl ich, seitdem ich im Fernsehen eine Homestory über und mit ihn gesehen habe, mich frage, an was es Herr Joop mangeln könnte. Irgendetwas muss es ja nicht in seinem Leben geben, dass er gerne hätte, ansonsten wäre ja nichts mehr zu erwarten von ihm. Was mich zur Frage bringt, an was es eigentlich mir mangelt. Denn an fehlender Kreativität kann ich mich nicht beklagen. Wenn ich morgens aus dem Bett steige, das Frühstück herrichte, verschlafene Kinder aus dem Bett zu treiben versuche und die Brotzeitboxen aus dem Schrank hole, drängeln sich bereits scharrend die Ideen an der Pforte meines Unterbewusstseins, die ungeduldig auf Ausgang ins Bewusste hoffen. Frühling Nesselwang

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Florian Herb

Florian Herb

Florian Herb. Jahrgang 1971. Verheiratet. Zwei Söhne. Eigentlich Berliner. Hat jedoch am 07. September 2013 um 06:47 auf der Alpspitze nach zweijähriger Akklimatisierungphase beschlossen, dass er nun auch Nesselwanger ist. Was soll er auch woanders? Im Hauptberuf Hausmann. Im Nebenberuf Autor. „Männerwirtschaft“ Ullstein Verlag 2013 ist sein Debüt und ein teilautobiographischer Frontbericht über den Ausnahmezustand Elternzeit. Sein neuer Roman "Liselotte, Frau Nowak und der Grieche" ist im März erschienen. www.facebook.com/herbflorian www.ullsteinbuchverlage.de

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Das Wochenende einer Biathletin

Biathletin Anna Haslach Nesselwang

Es ist Freitagmorgen und ich muss schon um sechs Uhr aufstehen, um mit meinem Vater von Nesselwang nach Kaltenbrunn bei Garmisch-Partenkirchen zu einem Deutschland-Pokalrennen zu fahren. Dort angekommen, war gleich das Training, um sich den Schießstand und die Strecke zu besichtigen und zu testen.

Anna Haslach Biathlon Nesselwang

Normalerweise würde ich in der Schule sitzen, Weiterlesen

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Anna Haslach

Anna Haslach

Hallo ich bin die Anna! Mein Herz brennt für den Sport. Vor allem Langlaufen bei schönem Wetter macht mir richtig viel Spaß. Mein Traum ist als Biathletin oder - wenn nicht sportlich - dann als Zuschauerin zu den Olympischen Winterspielen zu fahren, vielleicht klappt es schon zu den nächsten 2018 in Pyeongchang.

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Flori bloggt Kapitel 6: Wo die wilden Kerle wohnen

682111_original_R_by_CFalk_pixelio.de„Papa, Papa, schau mal da! Was ist das?!“ Konzentriert schaue ich von meiner endlos erscheinenden Einkaufsliste hoch und suche vergeblich meinen Jüngsten. Wo steckt er nur wieder?! Nein, wir befinden uns nicht in einem Supermarkt, sondern im überschaubaren Verkaufsraum der örtlichen Apotheke in Nesselwang. Eigentlich wäre es besser, wir würden gleich hier einziehen. Es ist Ping-Pong-Ansteckzeit, und das schon seit einem Monat. Die kleinen Erreger, die Adrian aus dem Kindergarten mit Heim bringt, reicht er beim Spielen an Tim weiter, der sie dann beim Gutenachtkuss, wie einen Staffelstab, an meine Frau übergibt. Und da wir eine verschmuste Familie sind, kann ich unmöglich sagen, von wem ich sie vererbt bekommen habe. Folglich befinden wir uns in einem strudelartigen Zustand, der uns aller Wahrscheinlichkeit nach gemeinsam mit nach unten reißen wird. Momentan liegen nur Tim und meine Frau flach, das wird sich aber in der kommenden Woche bestimmt ändern. Weiterlesen

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Florian Herb

Florian Herb

Florian Herb. Jahrgang 1971. Verheiratet. Zwei Söhne. Eigentlich Berliner. Hat jedoch am 07. September 2013 um 06:47 auf der Alpspitze nach zweijähriger Akklimatisierungphase beschlossen, dass er nun auch Nesselwanger ist. Was soll er auch woanders? Im Hauptberuf Hausmann. Im Nebenberuf Autor. „Männerwirtschaft“ Ullstein Verlag 2013 ist sein Debüt und ein teilautobiographischer Frontbericht über den Ausnahmezustand Elternzeit. Sein neuer Roman "Liselotte, Frau Nowak und der Grieche" ist im März erschienen. www.facebook.com/herbflorian www.ullsteinbuchverlage.de

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Da brennen die Schenkel – Die Bayerischen Behörden-Skimeisterschaften aus Bürgermeistersicht

Bürgermeister Nesselwang Franz Erhart

Heute will ich’s wissen. Meine Zeit als Skilehrer ist zwar schon einige Jahre her, aber trotzdem verlässt einem das Wettkampf-Fieber nie. Heute kommt die “Konkurrenz” aus ganz Bayern – zu den 43. Bayerischen Behörden-Skimeisterschaften in Nesselwang im Allgäu. Als Bürgermeister eines Wintersportortes gehöre ich selbstverständlich auf die Piste – mitsamt meinem Hauptamtsleiter, meinem Kämmerer, meiner Vorzimmerdame und noch einigen mehr aus dem Rathaus. Da wird nicht gekniffen ;-). Weiterlesen

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Franz Erhart

Franz Erhart

Grüß Gott alle miteinand! Ich bin der Bürgermeister vom Markt Nesselwang. Hier bin ich daheim. Ich geh' gern zum Radeln, Schwimmen, Wandern und im Winter zum Skifahren, ganz klar. Ich könnte mir niemals vorstellen, irgendwo anders zu wohnen. Nesselwang bietet für mich alles, was mir gut tut.

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