Wiedersehen mit dem Hochzeitsparadies

54_Standesamt_SchmargendorfEs gibt Begegnungen, die sind besonders und sie bleiben einem liebevoll in Erinnerung. Für Ursula Sellin und ihren Mann Günter aus Berlin war es sicher der Moment, als sie sich das erste Mal begegnet sind. Für uns, als wir die beiden im August in der Tourist-Information am Schalter hatten – zusammen mit ihrer Tochter. Sie suchten das Nesselwanger Haus, in dem sie zu Gast waren – vor 60 Jahren, als sie ihre Hochzeitsreise hierher unternahmen. 60 Jahre, meine Güte, da standen sie also vor uns mit ihren 88 und 94 Jahren und haben den Großteil ihres Lebens gemeinsam verbracht. Ein bisschen ehrfürchtig machte uns das schon. Eine diamantene Hochzeitsreise sozusagen nach Nesselwang. Ich bat Ursula Sellin um ein paar Zeilen und Fotos dazu und mit Hilfe ihrer Tochter Gina-Marina Sellin-Schmidt kam dann diese schöne Geschichte im fernen Berliner Hausgarten dabei heraus. Vielen Dank dafür!

Nesselwang 1954 – 2014

“Vor 60 Jahren führte unsere Hochzeitsreise nach Nesselwang. Warum gerade Nesselwang? Wir können uns nicht mehr erinnern! So glauben wir, es wird wohl auf Empfehlung unserer Freunde gewesen sein. Von diesen bekamen wir einen großen Reisekoffer (“Schrank”) geliehen, mit dem wir uns im August von Berlin aus 12 Stunden auf die Reise ins Allgäu machten. Unsere Wirtin empfing uns am Bus in der Hauptstraße mit einem Fahrrad, um unseren Koffer auf dem Pedal zu befördern. Da es nicht klappte, holte sie eine Schubkarre. Also ab in unser Domizil. Dort wohnten wir nun in einem kleinen Zimmer mit Waschschüssel, Wasserkanne und einem Eimer zum Zähneputzen. Noch heute ist uns der sehr schräge Dielenfußboden unseres Gästezimmers in Erinnerung und der schöne kleine Garten hinter dem Haus. Die Landschaft gefiel uns sehr gut mit den Allgäuer Bergen und den grünen Feldern.

Haus Nr.119

Ausruhen von der langen Anreise

Wirtskinder

Die Kinder unserer Wirtin

Eine kleine Tochter unserer Wirtsleute sagte immer “Regaboga” (Regenbogen), weil es so oft regnete, so konnten wir nur einmal im See baden. Welcher See es war, können wir nicht sagen. Vielleicht der Attlesee? Wir fuhren hoch zur Alpspitze, von dort genossen wir den wunderschönen Ausblick auf Nesselwang.

Herrliche Luft auf der Alpspitze

Herrliche Luft auf der Alpspitze

Auch auf den Breitenberg machten wir einen Ausflug und begegneten dort oben zufällig einem Ehepaar, ebenfalls aus Berlin. Damals legten wir den Weg mit der Seilbahn zurück.

Die Breitenbergbahn - da geht es stei hinauf!

Die Breitenbergbahn – da geht es steil hinauf!

Als Bergsteiger macht sich mein Mann auch gut

Als Bergsteiger macht sich mein Mann auch gut

Höhensonne tanken

Höhensonne tanken

Auf einer Wiese bei der Wallfahrtskirche Maria Rain sind wir wegen unserer leichten sommerlichen Bekleidung etwas unangenehm aufgefallen.

Maria_Rain

Nach 60 Jahren zurück in Nesselwang

Am 22. Mai 2014, dem Tag unserer Diamantenen Hochzeit,schenkten uns nun unsere Tochter und unser Schwiegersohn die Erinnerungsreise ins damalige Hochzeitsparadies.

Nach 60 Jahren zurück in Nesselwang. Im Hintergrund die Alpspitze.

Wiedersehen mit der Nesselwanger Alpspitze

Wir haben uns im Nesselwanger Hof einquartiert und hier bemühte man sich rührend um uns und darum, die einstige Unterkunft wieder zu finden. Anhand von alten Fotos waren wir zwei Tage lang aber leider auf der falschen Fährte, bis wir schließlich auf einer Ansichtskarte an meinen Vater den Namen Adalbert Huber und die Hausnummer 119 entdeckten. Doch dazu später…

Die Postkarte an meinen Vater

Die Postkarte an meinen Vater

Während der zwei Urlaubstage suchten wir einige Ausflugsziele von damals auf – und wie vor 60 Jahren war es August und es regnete. Wir staunten selbst über unsere Fitness mit 88 und 94 Jahren, denn es ging noch gut zu Fuß bergauf und bergab.

Der Nesselwanger Wasserfall

Der Nesselwanger Wasserfall

Wasserfall_Nesselwang_1


Und so sah er 1954 aus…ohne Treppe und Geländer.

Wasserfall_Nesselwang2Nach unserem Abstecher an den Wasserfall und sind wir mit der Alpspitzbahn zur Bergstation gefahren, um wieder den herrlichen Ausblick von damals zu genießen.

Auf dem Weg zum Ortsteils Bayerstetten mit den seinen historischen Bauernhäusern

Auf dem Weg zum Ortsteils Bayerstetten mit den seinen historischen Bauernhäusern

Alpspitze3_1

Mein Mann: Immer noch ein guter Bergsteiger!

Alpspitze2_1

Wir mit unserer Tochter Gina-Marina

Auch der Breitenberg musste natürlich in unser Ausflugsprogramm hinein. Hier war uns wegen des schlechten Wetters der Weg zur Ostlerhütte nicht möglich, der Sessellift stand still.

Breitenberg_Sessellift_1

BIick_Ostlerhütte_1


Mystische Stimmung am Berg

Unsere Tochter hätte uns dort so gerne zu einem “Schwarzwälderkirsch” eingeladen, dem Lieblingseisbecher meines Mannes (auch wenn es auf dem Bild anders aussieht), um ein annähernd gleiches Foto zu schießen. So blieb uns nur eine kleine Brotzeit in der Berghütte.

Ostlerhütte_Breitenberg

Dem Ziel ganz nah – die Detektivarbeit hat sich gelohnt

Konditore_1i

In der Nähe der Bäckerei in der Füssener Straße haben wir unsere Unterkunft von damals wiedergefunden

Am letzten Tag erfüllte sich doch noch unser Wunsch: Kontakt zur Gastfamilie aufzunehmen (dank der netten zwei Damen in der Tourist-Information). Die Hausnummer 119, die auf der Ansichtskarte stand, ist heute die Füssener Straße, die mitten durch Nesselwang führt. Wir sind dort hingelaufen und haben die Familie Hofer einfach vor dem Haus überrascht! Das Wiedersehensgespräch mit einer der Töchter und ihrem Ehemann werden wir niemals vergessen. Die Frau ist das Mädchen mit den blonden Haaren auf dem Foto oben von 1954.

Wiedersehen2_1Fam. Huber2_1Ihr Mann holte aus der Garage die alte Schüssel und einen Krug  und versicherte uns, dass das noch die alten Gefäße seien, die die Gäste auf den Zimmern hatten. Damals gab es auch keine “richtigen” Gästezimmer. Wenn Urlauber kamen, mussten die drei Kinder (und manchmal auch die Eltern) zeitweise auf dem Dachboden schlafen. Diese Zeit sei jedoch stets ein Abenteuer gewesen, sagte uns Hedwig Hofer (geb. Huber). Vermietet haben die Hubers während der schlechten Jahre in der Nachkriegszeit, um ein paar Mark dazu zu verdienen.

Mit einem Foto nebst Wasserschüssel und Wasserkanne nahmen wir dann Abschied und haben viele schöne Erinnerungen an unser Wiedersehen mit Nesselwang.”

Standesamt_ Berlin Schmargendorf_1Text: Ursula Sellin; Einleitung Ingrid Rösner

Bildnachweis: Alle Fotos sind private Aufnahmen der Familie Sellin und Sellin-Schmidt und dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung der Urheber verwendet werden.

 

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Ursula Sellin

Ursula Sellin

Mein Name ist Ursula Sellin und ich bin eine waschechte Berlinerin. Wenn es meine Zeit und meine Gesundheit erlauben, bin ich gerne für andere da - für die Familie und meinen Enkel ganz besonders. Ich war früher gerne beim Langlaufen und habe Tennis gespielt. Heute genieße ich es, in meinem kleinen Berliner Garten draußen zu sein. Ich gehe mit Kopfschmerzen hin und komme ohne wieder.

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Abseilen im Wasserfall: Ein Erlebnisnachmittag mit der Bergwacht

Wie bekomme ich mein Kind zum Wandern? – Diese Frage stellen sich wohl manche Eltern, die mit ihrem Nachwuchs in die Berge fahren.

Wir waren in diesem Jahr als Großfamilie unterwegs: 5 Kinder, eigene und „geliehene“, Mama, Papa und die Oma. Und jeder hatte seine eigene Vorstellung davon, wann und wie viel gewandert wird. In Nesselwang im Allgäu haben wir Florian entdeckt, das Kinder- und Jugendferienprogramm mit fast 30 verschiedenen Angeboten: Brezeln backen, Pferdewagenfahrt, Schnupperbiathlon, Fotografieren wie die Profis  – und: einen „Erlebnisnachmittag mit der Bergwacht“! Als wir den entdeckt haben, waren sich alle einig: “Da gehen wir mit!”

Die vier älteren Kinder wurden angemeldet, Erwachsene dürfen, müssen aber nicht mit und der Jüngste kam in die Trage.

Die Bergretter im Probeeinsatz

Die Bergwachtler erzählen uns, was sie alles zu tun haben

Am Treffpunkt wurde uns erklärt, welche Aufgaben die Bergwacht hat. Ganz schön vielfältig: Von der Bergung und medizinischen Versorgung Verletzter aus unwegsamen, alpinen Gelände, Rettung aus Lawinen und Schluchten, Naturschutz, usw. Danach bekam jedes Kind einen kleinen Rucksack mit Proviant. So ausgestattet, konnten wir losziehen.

Nach einer alten Baumallee geht es über einen leicht begehbaren Wanderweg durch den Wald hinauf zum Wasserfall, der hier 90 Meter in die Tiefe stürzt. Das schaut abenteuerlich aus.

Hier demonstrierten die Bergretter, wie ein Verletzter am Berg geborgen wird. Spannend!

Bergung eines Verletzten in der Steilwand

Durch den engen Tobel führen unzählige Treppenstufen am Wasserfall vorbei steil auf den Berg hinauf. Einige kamen bei dem schönem Wetter ganz schön ins Schwitzen, aber für die Kinder war der Weg genau richtig – abwechslungsreich und herausfordernd.


Da geht es richtig den Berg hoch!

Die Bergwachtler führten uns dann an der Burgruine von Nesselwang vorbei und durch die wunderschöne Natur bis zu einer Lichtung.

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Hier an der Unteren Alm hatten Gelegenheit zu verschnaufen und uns über die Wegzehrung herzumachen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie hatten wir uns aber auch wirklich verdient!

Mmh, Allgäuer Butterbrezel!

Nach einem weiteren kurzen Anstieg ging‘s dann wieder talwärts.

Was kommt denn jetzt???

Als Abschluß gibt’s noch eine Überraschung für alle Kinder! Die wird aber nicht verraten… Nur so viel: Die Oma ist lieber gelaufen, aber den Kindern hat es riesigen Spaß gemacht – und für einige war der Weg nach unten „das Beste am ganzen Nachmittag“.

Nicht zu vergessen: Der Lawinenhund Luggi, der die Überraschung auch genossen hat und die Gruppe den ganzen Nachmittag begleitete.

gemischt 010_1jpgWir sagen herzlichen Dank an die Bergwacht von Nesselwang! Es war toll!

Der ganzen Großfamilie hat der Ausflug super gut gefallen und jeder wäre gerne nochmal dabei. Leider reisen wir vor dem nächsten Termin ab.

Bildnachweis:

1. – 8.: Janina Schmitz, 9. Luggi: Michael Gimbel. Alle Rechte der Bilder liegen bei den Urhebern. Verwendung nur mit Genehmigung der Urheber!

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Janina Schmitz

Janina Schmitz

Im Urlaub mit unseren 3 Kindern ist es für uns wichtig, dass sich unser Nachwuchs wohl fühlt und Spaß hat. Deshalb sind wir hier im Allgäu genau richtig! Und auch wir Eltern finden die nötige Ruhe.

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Urlaub im Melkstand

Bergpanorama Allgäu2 in 1. Von weiß bis heiß – in diesem Urlaub haben wir alle Extreme in einem erlebt. Es sollte ein sommerlicher Urlaub im Mai werden – und steuerten unser auserkorenes Reiseziel Nesselwang im Allgäu an. Wir fuhren bei Sonnenschein los und kamen im Schnee an! Für unsere Kinder Anna (2 Jahre) und Maria (4 Jahre) war das ziemlich aufregend! Außerdem gab es in unseren Feriendomizil viel zu bestaunen und zu streicheln:IMG_2098_1

Kleine Babyhäschen, Babykätzchen, Kälbchen, Ziegenbock Fritz und Schaf Penelope – da konnte es erstmal hageln und schneien wie es wollte.Ziegenbock Fritz

Als Mama konnte ich die erste Nacht trotz ländlicher Ruhe nicht einschlafen, weil ich die Winterstiefel für uns nicht eingepackt hatte. Nur Halbschuhe, Sandalen und Gummistiefel!

Ferienhof Martin Nesselwang

Letztere waren aber definitiv Gold wert, denn unsere kleine Anna war, wenn möglich, immer abends beim Melken der Kühe dabei und schwärmt immer noch von “ihrer” Frau Martin vom gleichnamigen Ferienbauernhof. Sie wollte beim Melken auf den Arm, untersuchte alle Schläuche und Rohre und rutschte natürlich in der Pieselbrühe aus – ohne Tränen. Der Höhepunkt war natürlich, wenn sie helfen durfte, die kleinen Kälbchen zu füttern.Allgäuer Kälble

Ich glaube, etwas anderes hätte Anna nicht gebraucht, um glücklich zu sein. Aber es gab natürlich noch viel mehr zu erleben. Denn: Nach der ersten Hälfte des Urlaubs kamen dann die Sandalen doch zum Einsatz. Es wurde schlagartig sommerlich heiß und ich hatte wieder Einschlafprobleme wegen der vergessenen Sonnencreme.Brotzeit am Attlesee

Maria lernte im Urlaub Luca, einen kleinen Allgäuer von gegenüber, kennen. Auch das macht doch Ferien besonders: neue Freunde finden! Die zwei verstanden sich auf Anhieb super! Mit ihm und seiner Mama zogen wir an unserem letzten Urlaubssonntag mit Picknick im Gepäck los Richtung Attlesee und Kögelweiher, zwei wunderbar gelegene Seen mit herrlichem Bergblick.

Alpspitze NesselwangIMG_1951_1

Schäfen- oder besser gesagt: Weiße Schweinchenwolken am strahlend blauen Himmel. Bayerisch eben. Obwohl der erste See gleich um die Ecke von Ferienhof Martin liegt, gab’s hier schon die erste Brotzeit-Pause. Diese Ruhe ist magisch. Zeit zum Zehen in das kühle Nass zu tunken.IMG_1900_1

Für Kinder wie gemacht: Urlaub im Allgäu

Frisch gestärkt steuerten wir den nächsten See an. Unterwegs entdeckten wir die einzigartige Flora dieser Landschaft: Königsblaue Enziane, Mehlprimeln und eine Allgäuer Orchideenart, das Knabenkraut. Was für Schätze hier auf dem Weg liegen!Enzian

Da schon das nächste Wasser, das muss im Sommer ja auch herrlich sein!

Kögelweiher Nesselwang

Luca zeige Maria die Kaulquappen am Kögelweiher  – hunderte schwammen hier herum. Wenn die alle zu Fröschen werden, gibt’s aber ein großes Konzert!

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Und die Sonne brannte an diesem Tag und wir hatten danach sommerliche Röte auf der Nasenspitze. Wer hätte das bei unserer Ankunft gedacht.

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Jetzt wollen wir das Allgäu auch mal zur “echten” Winterzeit kennenlernen! Da soll es nämlich auch traumhaft sein: Schlittenfahren, Schneeballschlacht machen, Schneemänner bauen, Eislichter gucken…wir freuen uns schon riesig auf ein Wiedersehen mit Familie Martin, Ingrid und Luca!

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Bildnachweis:

1. Bergpanorama, 2. Katzen: Ingrid Rösner, 3. Ziegenbock Fritz: Sabrina Schindzielorz, 4. Melkstand: Daniela Walther, 5. Kälbchen: Sabrina Schindzielorz, 6. Kinder am Attlesee: Daniela Walther, 7. Alpspitze, 8. Schäfchenwolken, 9. Ausruhen am Attlesee, 10. Enzianwiese, 11. Kögelweiher: Ingrid Rösner, 12. Kaulquappen: Daniela Walther, 13. Kinder im Wagen, 12. Familie: Ingrid Rösner. Alle Rechte der Bilder liegen bei den Urhebern. Verwendung nur mit Genehmigung der Urheber!

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Daniela Walther

Daniela Walther

Ich liebe meine zwei Kinder über alles und gönne mir und meiner Familie gerne eine Auszeit in den Bergen. Meine Devise: Zum Glück braucht es nicht viel! Auch im Alltag bin ich hauptsächlich für meine Famiilie da und am Wochenende im eigenen Weinrestaurant voll im Einsatz.

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Flori bloggt – Kapitel 9: Der liebe Gott und der Sechs-Seen-Summit

Florian Herb im RegenIch muss mich für meine Juni-Blog-Verspätung entschuldigen, aber das Wetter war daran schuld – und später dann auch die Fußball-WM. Ehrlich! Kurz vor den Pfingstferien kam ich mir vor wie ein Kaltblüter, der aufgrund der vorherrschenden Außentemperaturen knapp davor war wieder in seine Winterstarre zu verfallen. Ich habe mich sogar dazu hinreißen lassen, mich telefonisch bei meinem Vater über diesen Umstand zu beschweren. Teils in der Hoffnung, dass er dies vielleicht für seinen Sohn regeln kann, wie er bereits schon andere Dinge für mich geregelt hatte.
„So ist es bei uns im Bayerischen Wald, ein dreiviertel Jahr Winter, ein viertel Jahr kalt.“, flötete er in die Muschel. Ich konnte mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal meinen Vater hab singen hören. So wie man sich die Augen reiben muss, wenn man ungläubig eine Szene betrachtet, versuche ich mit dem kleinen Finger mein Ohr zu überprüfen. Ich setzte zu einem halbherzigen `Aber´ an und wurde unterbrochen. „Ihr werbt doch im Allgäu immer mit euren satten grünen Wiesen, da braucht es schon hie und da ein wenig Regen.“ Dann legte er auf. Wo er Recht hatte, hatte er Recht.
Ich schlüpfte deprimiert unter die Bettdecke und kuschelte mich an meine warme Frau. „Mensch, und morgen fangen die Pfingstferien an! Was mache ich nur mit den Kindern. Eine ganze Woche basteln und heimischer Indoorspielplatz halte ich nicht aus!“
„Mucki, das wird schon! Hör mal, wie friedlich der Regen klingt. Als ob der liebe Gott mit einer Gießkanne über uns stünde!“ Sie gab mir einen Kuss. Vielen Dank für die warmen Worte.
Es muss das Wort `Gott´ gewesen sein, dass mich zu meinem Traum führte. Plötzlich befand mich inmitten von Helge Schneiders Western `Texas – Doc Snyder hält die Welt im Atem´. Ausufernde Free Jazz Musik umgab mich inmitten eines Schrottplatzes, an dessen Ende ich durch den Regenschleier einen verwahrlosten Wohnwagen ausmachte. Vorsichtig schob ich mich frierend vor, lief barfuß durch Pfützen und näherte mich der vergilbten Wohnstätte. Schwerer Rauch stieg aus dem Schornstein heraus. Als ich dort anlangte, stand in großen schwarzen Lettern an die Tür geschrieben: Hier wohnt der liebe Gott! Hausieren und betteln verboten! Ich traute mich nicht anzuklopfen. Obwohl, dachte ich, von Bitten steht dort nichts. Unverhofft ging die Tür auf und ein bärtiger Mann, in Unterhemd, Trainingshose und mit einer offenen Raviolidose in der einen und einer Gabel in der anderen Hand, stand vor mir. „Was gibt´s?“ nuschelte er mit vollem Mund. Ich schaute nach oben, er folgte meinen Blick. „Das wird schon noch, mein Sohn. Aber jetzt gute Nacht!“ Er betätigte einen Kippschalter im Inneren seines Wagens und ich öffnete meine Augen. Wärmende Sonnenstrahlen blendeten mich, Adrian stand in einer Art Negativ am Bettende und fuchtelte wild mit seinen Schwimmflügeln herum, während Tim bereits in der Badehose steckte. Fehlte nur noch die einsetzende Free Jazz Musik. In der Gewissheit, nach wie vor zu träumen, zog ich die Decke über den Kopf. Eines der beiden Kinder landete mit Schwung auf meinem Rücken.IMG_1906_1Wetterfühlige Naturen gingen an diesem Tag in die Knie. Aber wir nicht! Aus der diffusen Angst zu spät zu kommen, als ob das Wetter einfach so ohne uns weiter ziehen würde, packte ich in Rekordzeit die Badesachen, verfrachte meine Kinder ins Auto und raste zum Bäcker in Nesselwang unten, um Brotzeit für uns einzukaufen. Selber machen, hätte zu lange gedauert. Das Radio informierte mich, dass es keinen Grund zur Eile gab, da in der kommenden Woche ein Tag dem anderen gleichen würde. Ich nahm den Fuß vom Gas. An der Eingangstür der Bäckerei fiel mir ein Plakat auf. Es war die Ankündigung eines Dia-Vortrages eines Herren, der in sechsundzwanzig Tagen die `Seven Summits der Alpen´ in Rekordzeit bestiegen hatte. Anscheinend eine außerordentliche Leistung. Aber hier im Allgäu sind sie ja alle sportbegeistert. Sie radeln vierundzwanzig Stunden am Stück den Berg rauf und runter, hetzen joggend in knapp zwei Stunden (!!!) auf die Zugspitze, planen während der Bergtour bereits die nächste und sind im Herzen Triathleten. Das ist ja besorgniserregend, murmelte ich vor mich hin und betrat gedankenversunken den Verkaufsraum. In mir gärte etwas, das nach Widerstand roch! Eine Antipode machte sich gedanklich breit. „Genau, das ist es!“, strahlte ich die Bäckereifachverkäuferin an. „Was ist was?!“
„Ich werde mit meinen Kindern von früh bis spät in aller Muße und gegebener Ruhe in den kommenden fünf Tagen ausgiebig in sechs Seen baden gehen. Bis zum Sonnenuntergang!“ Mein Vater wäre stolz auf mich gewesen, da er einer der ersten Verfechter der deutschen `Slowfood-Bewegung´ war. Mir wurde verständnislos die Tüte überreicht.

Sechs Seen in fünf Tagen

OberseeVon Nesselwang aus ist es ein Katzensprung zu den herrlichsten Badeseen in der Umgebung.Den Anfang machte der Obersee in Bad Faulenbach. Denn die Zeiten, in denen ich meinen Kindern eine Freude damit machen konnte, an einen See zu fahren, der zum zusätzlichen Zeitvertreib höchstens ein Lehmloch zu bieten hatte, waren vorbei! Dort befand sich alles was einen Badetag perfekt machte. Ein Kiosk mit Fritteuse, ausleibare Surfbretter, eine Sprungturmkaskade, aufgedrehte Jugendliche und ein Beachvolleyballfeld. Was braucht man mehr! Um neun Uhr am Abend wurden wir von meiner besorgten Frau in Empfang genommen, die kurz davor war, eine Vermisstenanzeige aufzugeben. Meine Kinder wollten berechtigter Weise nicht ins Bad, da sie sich doch eh den ganzen Tag im Wasser befunden hatten. Die Wärme der Nacht reichte gerade dazu aus, unsere Handtücher und Badehosen zu trocknen.Das Foto darf ausschließlich für Marketingmaßnahmen der Füssen Tourismus und Marketing - Kaiser-Maximilian-Platz 1 - D - 87629 Füssen verwendet werden. Jegliche Nutzung Dritter ist mit dem Bildautor www.guenterstandl.de gesondert zu vereinbaren.

Zum Auftakt des neuen Tages fuhren wir zum Drive-In Schalter eines Schnellrestaurants und frühstückten Softeis mit Karamellsoße. Dann ging es weiter zum sagenumwobenen Alatsee, dessen Lage in einer schluchtartigen Senke nicht nur Ludwig II zu so Einigem inspiriert hatte. Anstatt einer perfekten Badeinfrastruktur, fand man hier neben dem glasklaren Wasser von Heranwachsenden an Baumkronen befestigte Seile, an denen man sich wie Dschungelkönige in das kühle Nass schwingen konnte. In unserer Aktivität wurden wir von sportlich gekleideten Touristen abgelichtet. Nicht nur die Jugend spornte dieses Verhalten verständlicher Weise zu immer waghalsigeren Aktionen an. Am Abend schmerzten unsere Muskeln und wir hatten das Gefühl Affenarme zu besitzen. Als wir losfuhren, herrschte eine stille Übereinstimmung darüber, dass wir auf jeden Fall nochmals an diesem Schnellrestaurant vorbeifahren mussten. Mit verklebten Mündern trug ich meine Kinder ins Bett.
„Mucki, schau Mal. Da gibt es einen Geheimtipp!“ Ich war schon beinahe im wohligen Gefühl, immer noch die Sonne auf meinem Gesicht zu spüren, eingeschlafen, als meine Frau mich an stupfte und mir ihr Frauenmagazin zuschob.„Mhh?“Buchenegger Wasserfall-25_klein_1 - Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH - Kopie - Kopie
„Schau, da steht´s. Bei Oberstaufen gibt es einen Gumpen, in den man von dreißig Meter hohen Klippen hineinhüpfen kann!“ „Zeig mal her. Irre!!“
Ich wartete ungeduldig mit dem Vorschlag, bis die Kinder mit dem Frühstück fertig waren und ließ dann, wie der Weihnachtsmann, die Sensation aus dem Sack. Glänzende Kinderaugen fragten zigmal nach, ob das auch wirklich stimmen würde, dreißig Meter!
„Ja!“, bekräftigte ich das Gelesene „und dazu noch ein Geheimtipp! Aber Vorsicht! Das Magazin sagt, dass allein der Weg zu den Buchenegger Wasserfällen bereits ein Wagnis für sich und definitiv nichts für schwindelanfällige Menschen sei.“ Die Augen wurden immer größer. Es roch förmlich nach Abenteuer.

Das mit Geheimtipp hatte sich bereits auf dem Parkplatz erledigt gehabt. Eine fünfzig Personen zählende Wanderrentnergruppe, gekleidet in sämtlichen Beigetönen, die die Bekleidungsindustrie zu bieten hatte, versperrte uns den schmalen Pfad. Kurze Zeit später war ich erleichtert darüber. Der Weg wurde so steil, dass wenn eines der Kinder abrutschen würde, es spätestens in einem Meter von einem voluminösen Hinterteil abgefangen würde. Unten sicher angelangt, bevölkerte zusätzlich eine Ministrantenreisegruppe aus Schongau das kühle Nass. Gut besucht hin oder her, wir konnten auf schmalen Pfaden den Flusslauf erforschen, Steinpyramiden aufstapeln, uns im kühlen Nass des Gumpens erfrischen sowie Boote aus Rinden und Staudämme bauen. Nur den Dreißig-Meter-Sprung ließen wir sicherheitshalber aus.

AGT_Abendstimmung_Alpsee_1Auf dem Heimweg fuhren wir am Alpsee bei Immenstadt vorbei. Wir sangen gerade `Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad´, als uns ein kleines Schild auf der Bundesstraße auf die Seegastronomie aufmerksam machte. „Das hatten wir noch nicht. Abendessen am See!“, rief Tim aus dem Fond vor. Wo er Recht hatte, hatte er Recht. Ich setzte den Blinker, parkte und wir schlenderten im goldenen Abendlicht an der Seepromenade zum Restaurant entlang. Ich hatte eher eine rustikale Wirtschaft mit Terrasse erwartet anstatt eines Strandrestaurants, dass ich bis dato nur von Mittelmeerinseln her kannte. Ich setzte mich an einen See nahen Tisch, steckte meine Füße in den aufgeschütteten warmen Sand, bestellte Burger und Pizza und schaute gelassen, bis das Essen serviert wurde, den Kindern beim Planschen zu. Als ich am Abend die schlafenden Kinder aus dem Wagen heraustrug und sie in ihre Betten legte, war ich meiner Frau unendlich dankbar dafür, dass ich Hausmann sein durfte.schloss_hohenschwangau_alpsee_foto_tanner_nesselwang_087e110866_1- Kopie
Für den Folgetag hatten wir uns für den Alpsee in Hohenschwangau entschieden. Zum einem, da es dort eine alte versteckte, aus duftendem Holz konstruierte Badeanstalt mit Steg in den See gab, die mich bei jedem Besuch in eine vorangegangene Zeit entführte. Zum anderen gab es nichts Besseres, als sich mit der Luftmatratze paddelnd zu dem Punkt zu begeben, an dem man vom See aus einen atemberaubenden Blick auf beide Königsschlösser, Neuschwanstein und Hohenschwangau, hatte. Dort schaukelnd, im kristallklaren Wasser zu verweilen und den eigenen Kindern den Zauber dieser Stelle zu zeigen, fühlte sich königlich an. Da hatte es auch nichts ausgemacht, dass sich die bedrohlich wirkenden Regenwolken, die sich aus dem Lechtal heranschoben, über uns sammelten. Wir entschieden uns dazu sie einfach wegzupusten, was auch tatsächlich funktioniert hatte. Den Rest des Tages verbrachten wir mit dem Fangen von Babyfischen und Kaulquappen, stilistisch einwandfreien Arschbomben vom Steg, Fußball auf der Wiese und Eis in der Waffel. Es zog niemanden Heim. Als es dann doch soweit war, traten wir unsere Heimreise mit Wehmut an. Auch irgendwie ein königliches Gefühl.
Kaum zu Hause angelangt, tauchte zumindest ich wieder in die Realität des Alltags ein.
„Mucki, es ist ja überhaupt nichts gepackt!“, begrüßte mich meine Frau fassungslos. Ich sah sie verständnislos an.
„Hast du das etwa vergessen?! Wir wollen doch morgen früh an die Ostsee fahren!!!“
„Aber Mama, das geht nicht. Es fehlt uns doch noch ein See!“ Ein berechtigter Einwand von Tim. Nun war es meine Frau die verständnislos dreinblickte.
„Unser Sechs-Seen-Summit in fünf Tagen Mama! Das habe ich dir doch schon mal erklärt“
„Und da fehlt noch einer?“
„Ja!“
„Dann mache ich den Letzten jetzt mit euch, während eurer Vater packt! Was haltet ihr vom Abendrotbaden im Attlesee?!“ Unser Nesselwanger Haussee!Attlesee„Hurra!“, schrie es aus zwei Kindermündern heraus und fort waren sie.
Ich wusste, dass der Gedanke egoistisch war, aber irgendwie kam ich mir, kurz vor der Ziellinie stehend, um meinen Sieg betrogen worden zu sein.

Bildnachweis:

1. Porträt: Florian Herb, 2. Bollerwagen: Ingrid Rösner, 3. Obersee Bad Faulenbach: Füssen Tourismus und Marketing, Rainer Paulick, 4.. Alatsee/Füssen: Füssen Tourismus und Marketing, www.guenterstandl.de, 5. Buchenegger Wasserfälle: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH, 6. Alpsee/Immenstadt: Alpsee-Grünten Tourismus GmbH, 7. Alpsee/Hohenschwangau: Touristinformation Schwangau, 8. Attlesee/Nesselwang: Nesselwang Marketing GmbH, Sabrina Schindzielorz. Alle Rechte der Bilder liegen bei den Urhebern. Verwendung nur mit Genehmigung der Urheber!

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Florian Herb

Florian Herb

Florian Herb. Jahrgang 1971. Verheiratet. Zwei Söhne. Eigentlich Berliner. Hat jedoch am 07. September 2013 um 06:47 auf der Alpspitze nach zweijähriger Akklimatisierungphase beschlossen, dass er nun auch Nesselwanger ist. Was soll er auch woanders? Im Hauptberuf Hausmann. Im Nebenberuf Autor. „Männerwirtschaft“ Ullstein Verlag 2013 ist sein Debüt und ein teilautobiographischer Frontbericht über den Ausnahmezustand Elternzeit. Sein neuer Roman "Liselotte, Frau Nowak und der Grieche" ist im März erschienen. www.facebook.com/herbflorian www.ullsteinbuchverlage.de

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Tanz mit dem Feuer

IMG_3324(2)Nirgendwo anders, meine ich, ist man in Deutschland noch so nah dran an alten Bräuchen wie im Allgäu. Dazu gehört auch das Johannisfeuer zur Sommersonnwend und es ist deshalb auch fest im Terminkalender des Trachtenvereins. Es ist die erste Veranstaltung auf dem Waldfestplatz in Nesselwang, an dem wir im Sommer auch unsere Heimatabende gemeinsam mit Einheimischen und Touristen feiern. Am Freitag vorher waren wir deshalb alle oben und haben den Platz herausgeputzt. Wer weiß, was da über den Winter alles rumgelaufen ist…Auch die Bühne musste noch aufgebaut werden, was die Männer übernommen haben. Weiterlesen

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Lisa & Lea

Lisa & Lea

Hey ho Ihr Erdbewohner! Wir sind Lisa (re.) und Lea (li.) und wir kommen vom Mars – oder vielleicht auch doch nur aus Nesselwang. In diesem schönen Örtchen gibt es auch einen Trachtenverein, mit dem wir oft unterwegs sind und dabei auch immer viel Spaß haben. Wir beiden platteln seit zwei Jahren leidenschaftlich. Damit verbunden sind natürlich viele Brauchtümer und Traditionen, die wir Euch gerne näher bringen wollen. Also viel Spaß beim Lesen unserer Blogs!

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Flori bloggt – Kapitel 8: Wer heilt, hat Recht!

 

ABC_07_158_1Eigentlich meide ich öffentliche Badeanstalten, ich ekle mich geradezu davor. Aber wenn man Kinder hat, kommt man um sie nicht herum.
„Da gibt es das schwarze Loch!“ Adrian schaut mich an, als ob er mich hypnotisieren will.
„Und die Kamikaze! Die ist aber erst ab 18!!“, schiebt Tim entschlossen nach, als ob er ein japanischer Kampffliegerpilot wäre. Ich stelle mich doof.
„Ich dachte, ihr wolltet schwimmen gehen?“, frage ich scheinheilig nach.
„Oh Papa, das sind Wasserrutschen!“, werde ich aus zwei Kindermündern belehrt. Ich befreie mich aus Adrians Blick, schaue aus dem Fenster und suche den grau verhangenen Himmel vergeblich nach einem blauen Fleckchen ab. Seit drei Tagen herrscht hier Dauerregen – Sintflut. Weiterlesen

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Florian Herb

Florian Herb

Florian Herb. Jahrgang 1971. Verheiratet. Zwei Söhne. Eigentlich Berliner. Hat jedoch am 07. September 2013 um 06:47 auf der Alpspitze nach zweijähriger Akklimatisierungphase beschlossen, dass er nun auch Nesselwanger ist. Was soll er auch woanders? Im Hauptberuf Hausmann. Im Nebenberuf Autor. „Männerwirtschaft“ Ullstein Verlag 2013 ist sein Debüt und ein teilautobiographischer Frontbericht über den Ausnahmezustand Elternzeit. Sein neuer Roman "Liselotte, Frau Nowak und der Grieche" ist im März erschienen. www.facebook.com/herbflorian www.ullsteinbuchverlage.de

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Jon’s adventures: Mit dem Mountainbike durch’s Allgäu

Dreamscape: Radeln rund um Nesselwang

Well a mild winter this year in Nesselwang, Allgäu, and the snow has retreated to the mountain tops, so it’s time to get the bikes out both road and cross Country for really great tours.

I’ve been out on the road bike a few times this year already.  Weiterlesen

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Jon French

Jon French

Hey, ich heiße Jon, bin ein Wahl-Nesselwanger und Radspezl mit eigenem Laden. Sport ist mein persönlicher Ausdruck, nicht nur Bewegung, um mich fit zu halten. Ich mag es, meine Erfahrung mit Leuten zu teilen. Ich hab zahlreiche GPS-Touren für Euch ausgearbeitet, so könnt Ihr Euch auf's Radel setzen und einfach losdüsen - ohne kompliziert Karten lesen zu müssen. Ich möchte mit Euch meine Begeisterung für meine Wahlheimat teilen und wünsche Euch viel Spaß dabei!

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Aus dem Imkerleben

 

Krokusblüte Allgäu

Seit Maria Lichtmess werden die Tage wieder spürbar länger und die Allgäuer Natur erwacht langsam aus der Winterruhe. Das Erwachen der Bienenvölker ist jedes Jahr wieder ein Zeichen für die alljährliche Wiedergeburt der Natur. Die Bienen nutzen die ersten warmen Tage um ihre Kotblase draußen im Flug zu entleeren (zum Leid derer, die ihre Wäsche draußen aufgehängt hatten) und um tote Bienen und Wintergemüll aus ihrer Behausung zu schaffen. Weiterlesen

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Toni Hatt

Toni Hatt

Mein Name ist Hans-Toni, ich bin Marktleiter in einem Lebensmittelunternehmen und Jahrgang 57. Meine Freizeit verbringe ich in der Natur, bei meinen Bienen im Garten und im Männerchor. Seit einigen Jahren bin ich auch Vorstand im Nesselwanger Imkerverein und versuche dort meine Begeisterung für die Bienenhaltung weiterzugeben. Die Bienen helfen mir, mich nach stressiger Arbeit zu entspannen und zeigen mir sofort, wenn mir dies nicht gelingt. Dann werden sie nämlich auch unruhig…

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Flori bloggt – Kapitel 7: Entsteht Kreativität aus Mangel?

Wahre Kreativität entsteht aus Mangel! Das habe nicht ich gesagt, sondern der Modedesigner Wolfgang Joop. Und da der Herr bereits seit einigen Jahrzehnten erfolgreich im Geschäft ist, muss er es ja schließlich wissen. Obwohl ich, seitdem ich im Fernsehen eine Homestory über und mit ihn gesehen habe, mich frage, an was es Herr Joop mangeln könnte. Irgendetwas muss es ja nicht in seinem Leben geben, dass er gerne hätte, ansonsten wäre ja nichts mehr zu erwarten von ihm. Was mich zur Frage bringt, an was es eigentlich mir mangelt. Denn an fehlender Kreativität kann ich mich nicht beklagen. Wenn ich morgens aus dem Bett steige, das Frühstück herrichte, verschlafene Kinder aus dem Bett zu treiben versuche und die Brotzeitboxen aus dem Schrank hole, drängeln sich bereits scharrend die Ideen an der Pforte meines Unterbewusstseins, die ungeduldig auf Ausgang ins Bewusste hoffen. Frühling Nesselwang

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Florian Herb

Florian Herb

Florian Herb. Jahrgang 1971. Verheiratet. Zwei Söhne. Eigentlich Berliner. Hat jedoch am 07. September 2013 um 06:47 auf der Alpspitze nach zweijähriger Akklimatisierungphase beschlossen, dass er nun auch Nesselwanger ist. Was soll er auch woanders? Im Hauptberuf Hausmann. Im Nebenberuf Autor. „Männerwirtschaft“ Ullstein Verlag 2013 ist sein Debüt und ein teilautobiographischer Frontbericht über den Ausnahmezustand Elternzeit. Sein neuer Roman "Liselotte, Frau Nowak und der Grieche" ist im März erschienen. www.facebook.com/herbflorian www.ullsteinbuchverlage.de

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Das Wochenende einer Biathletin

Biathletin Anna Haslach Nesselwang

Es ist Freitagmorgen und ich muss schon um sechs Uhr aufstehen, um mit meinem Vater von Nesselwang nach Kaltenbrunn bei Garmisch-Partenkirchen zu einem Deutschland-Pokalrennen zu fahren. Dort angekommen, war gleich das Training, um sich den Schießstand und die Strecke zu besichtigen und zu testen.

Anna Haslach Biathlon Nesselwang

Normalerweise würde ich in der Schule sitzen, Weiterlesen

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Anna Haslach

Anna Haslach

Hallo ich bin die Anna! Mein Herz brennt für den Sport. Vor allem Langlaufen bei schönem Wetter macht mir richtig viel Spaß. Mein Traum ist als Biathletin oder - wenn nicht sportlich - dann als Zuschauerin zu den Olympischen Winterspielen zu fahren, vielleicht klappt es schon zu den nächsten 2018 in Pyeongchang.

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